Weihnachten wird hierzulande oft sehr traditionell gefeiert – mit der Bescherung am 24. Dezember und den darauf folgenden ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag. Meist findet die Familie an einem Tag zusammen. In weiten Teilen Deutschlands wird weniger der christliche Hintergrund gefeiert, als eher Weihnachten an sich. In christlichen Regionen heißt Weihnachten, dass man sich in der Kirche niederlässt, um seiner Religion zu gedenken.
Mit einem roten Kleid bedeckt und einer Zipfelmütze auf dem Kopf taucht in Frankreich der Père Noël auf. Dabei ist der 6. Dezember wichtig, denn hier sucht der Weihnachtsmann in Frankreich die Häuser auf und verteilt die Geschenke aus seinem großen Korb, den er auf dem Rücken trägt. Die Präsente für die Kinder werden in Schuhe verteilt, die diese vor die Tür stellen.
In Amerika wird Weihnachten sehr allgemein gefeiert. Dadurch, dass viele verschiedene Nationen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten eine Heimat fanden, wurden die Bräuche so gestaltet, dass man sie als „politisch korrekt“ bezeichnen könnte. Auf das jüdische Chanukka wird genauso Acht gegeben, wie auf die afroamerikanische Weihnachtskultur, die sich im Kwanzaa ausdrückt. Santa Clause ist also politisch korrekt und bedenkt alle Nationen. Amerika ist dafür bekannt, sehr groß zu feiern. Weihnachten wird zelebriert, was auch immer wieder Ausdruck in Filmen und anderen Medien findet. Santa Clause ist eine amerikanische Kultfigur und dementsprechend werden auch die Häuser in Amerika geschmückt. Bunt soll es sein. Weihnachten soll kein Trauerfest werden, sondern es wird gefeiert!
Auch Polen hat eine interessante Weihnachtstradition, die hier am ersten Advent beginnt. Mit einer Fastenzeit bis zum Heiligen Abend läuten die Polen ihr Weihnachtsfest ein. Traditionell feiern die Polen Weihnachten mit ihrer kompletten Familie. Dazu wird ein Festmahl aufgetischt, was allerdings erst mit dem Auftauchen der ersten Sterne am Himmel genossen wird. Beim Essen legt man ein Gedeck mehr auf, um ein Zeichen der Gastfreundschaft zu setzen, falls unerwarteter Besuch kommt. Mit Heiligenbildern bedruckte Oblaten werden zu jedem Gedeck gereicht. Diese Oblaten werden noch vor dem Essen in der Runde herumgereicht und jeder bricht sich ein Stück davon ab. Nach dem Essen können Geschenke ausgepackt werden und anschließend geht man in die Kirche.
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