Schade, dass Weihnachten mit Kommerz und Kaufstress in Verbindung gebracht wird. Dabei hat es eine wundervolle Geschichte:

Die Geschichte beginnt politisch: In Bethlehem – die Heimatstadt von Josef und Maria – wurde eine Volkszählung durchgeführt. Die Steuergelder sollten richtig berechnet werden. Um sich eine Übersicht zu verschaffen, befahl der Herrscher Augustus, jeder, der hier geboren wurde, solle nach Bethlehem reisen.

Als Josef und Maria sich anschickten, eine Unterkunft zu finden, wurden sie nicht fündig. Sie wurden abgewiesen, egal, zu welcher Türe sie kamen. Also sahen sie keine andere Möglichkeit, als in dem Stall von Bethlehem eine ruhige Nacht zu finden. Maria war hochschwanger, sodass allzu große Mühen schlecht waren. Sie musste sich ausruhen.

Maria hatte Nachricht von einem Engel bekommen: Ihr wurde vor der Geburt gesagt, dass sie „Gottes Sohn“ gebären würde. Nun war es bald soweit, dass das Wunder der unbefleckten Empfängnis geschah – Jesus Christi, der Sohn Gottes, war geboren.

Am 6. Januar feiert man in christlichen Regionen den Tag der Heiligen drei Könige. An diesem Tag war es, als die Heiligen drei Könige Bethlehem und das Jesuskind aufgesucht haben, um es zu beschenken. Kenner wissen, dass die Heiligen drei Könige auch als die Weisen aus dem Morgenland bezeichnet werden. Vermutet werden sie aus Babylon. Bethlehem liegt in Palästina in der Stadt Judäa bei Jerusalem. Woher sollten die Heiligen drei Könige im Morgenland wissen, dass das Kind Gottes geboren wurde?

Die Heiligen drei Könige sind keine Könige gewesen. Sie waren Sternendeuter. Als der Stern von Bethlehem von ihnen am Firmament gesehen wurde, wussten sie, dass ein neuer König geboren ist – Gottes Sohn. Sie wussten aufgrund der Sterne von dem Wunder, was sich in einer stillen Nacht in einem Stall in Bethlehem ereignete.

Dieser Stern hat einen spannenden Hintergrund: Viele Forscher sind sich einig, dass es sich nicht um einen Stern gehandelt haben kann, als vielmehr um eine Ansammlung von Planeten in bestimmter Konstellation. Sternbewegungen sind für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar. Der Jupiter und Saturn ergaben im Sternbild der Fische eine Konstellation, aus der sich ergibt, dass in Palästina ein göttlicher Junge geboren war. Der Jupiter wurde gedeutet als höchste Gottheit, der Saturn als Israels Herrscher, die Fische deuteten auf Palästina.